|
Anspruch und Wirklichkeit
von Philipp Furtwängler, Teil 2
|
Rund 25 Kilometer nördlich von Beirut gelegen, wurde Chateau Musar bereits in den 30-er Jahren von Gaston Hochar gegründet. Dessen Sohn Serge, der nach einer Ausbildung zum Kellermeister in Bordeaux seit 1959 für die Bereitung des Weines im Bekaa-Tal verantwortlich ist, kreiiert regelmäßig ein kleines Rotwein-Wunder. Denn trotz aller Widrigkeiten in dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Land waren seine Weine bislang immer schön zu trinken. Und nur einmal in all den Jahren hielten die Militärs seine Trauben so lange zurück, bis er sie nicht mehr verwenden konnte.
Grundsätzlich auf Cabernet Sauvignon basierend, enthalten die Weine von Chateau Musar auch noch Anteile der Rebsorten Cinsaut und Syrah. Dazu kommt natürlich der Ausbau in Barrique-Fässern, der ebenfalls seinen Teil dazu beiträgt, dass der Chateau Musar oft einem großen Bordeaux aus einem reifen Jahrgang ähnelt. Kein Wunder also, dass sich gute Jahrgänge des Chateau Musar mühelos 15 Jahre in der Flasche halten und weiter ausbauen.
|
|
|