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Ausgeglichenheit und Extra-Vakanz von Philipp Furtwängler, Teil 2
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Wesentlich gefördert wurde die Massenwein-Produktion im Ebro-Tal erst durch den Rioja-Boom der 60er Jahre. Dieser Boom hatte zur Folge, dass viele magere Weine entstanden, die zudem oft überlagert wirkten. Wirklich elegant, in ihrer Struktur feste Rotweine, entstehen jedoch nur, wenn – wie bei einem Reserva 890 – alle Trauben entrappt und selbst bei den besten Qualitäten mit einer Maischestandzeit von maximal 15 Tagen vergoren werden.
Über rund 30.000 barricas mit jeweils 225 Litern Fassungsvermögen verfügt das Stammhaus von La Rioja Alta, das sich im berühmten Bahnhofsviertel von Haro befindet, inzwischen. Von einem Fass zum anderen wird dort noch per Hand umgefüllt. Keine Selbstverständlichkeit in heutigen Zeiten. Schon gar nicht bei einer Jahresproduktion von 1.600.000 Flaschen. Und wie in der Region üblich, bestehen die Weine meist zu 80 Prozent aus Tempranillo- und kleineren Anteilen aus Garnacha- und Mazuelo-Trauben. Nahezu unbegrenzt haltbar werden sie jedoch erst, nachdem sie in amerikanischer Eiche vollkommene Ausgeglichenheit erreicht haben.
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