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Blendwerk und Rabeneltern
von Philipp Furtwängler, Teil 2
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Jedermanns Geschmack trifft diese Art der Weinbereitung sicherlich nicht. Aber das soll und muss ja auch gar nicht so sein. Zieht Peterson sein winzerisches Selbstverständnis doch vor allem aus der Tatsache, dass ihm in Sachen geballter Kraft so schnell niemand das Glas reichen kann. Vielmehr entspricht es seinem Credo, aus jedem Weinberg das absolute Maximum an Geschmackskomponenten zu extrahieren, um diese anschließend auf Flasche ziehen und um den ganzen Globus jagen zu können.
Kein Wunder bei jemandem, der sich mit seinen Weinen lieber an einen reich gedeckten Tisch setzt, als damit im önologischen Elfenbeinturm zu versauern. Seinen ersten Jahrgang produzierte Peterson 1976. Da träumte er noch davon, sich mit den großen Vorbildern aus Europa zu messen. Dass der Traum dann schon nach der ersten Weinmesse Realität wurde, verwundert aber auch den leidenschaftlichen Weinberg-Cowboy manchmal noch ein wenig.
Mag es sein, dass Rabeneltern ihren Kindern nicht immer genug Taschengeld geben. Warum also nicht gute Weine machen, die sich wirklich jedermann leisten kann? Gesagt, getan. Expansion war nur eine logische Folge dieser Haltung. Mehr noch: denn Joel Petersons Suche nach immer neuen geeigneten Lagen scheint unermüdlich. In Kombination mit der von ihm bevorzugten Methode einer etwas archaisch wirkenden Weinbereitung die ideale Ausgangsbasis, um sein ursprüngliches Ziel zu erreichen: einen See voller Wein für die ganze Menschheit.
Fazit: satte 20 % Rabatt gibt es bei der ersten Ravenswood-Bestellung auch noch, wenn man vorher Joel Petersons „Zinsider Newsletter“ abonniert.
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Der Autor lebt mit Frau und Kind in einem verschlafenen Städtchen im Süden Niedersachsens. Wenn er sich nicht gerade bei einem Gläschen Sonoma County Zinfandel mit einem befreundeten Kunsthistoriker über Caravaggios Gemälde „Der ungläubige Thomas“ unterhält, arbeitet er unter anderem als freiberuflicher Autor für die Jazz-Redaktion von NDR Info.
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Vorschau:
Nächste Woche schreibt Philipp Furtwängler über den Wein "Chateau Musar".
Seien Sie gespannt! |
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