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Die Qual der Wahl
von Philipp Furtwängler, Teil 2
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Wasser muss der Vater ohnehin noch kaufen. Warum nicht gleich zu dem Wasser-Laden fahren, in dem der Sohn neulich eine Zeitschrift gesehen hat, in der die heiß ersehnte Packung abgebildet war? „Der Laden, wo wir Lotto gespielt haben.“, appelliert der Sohn.
Schließlich möchte der Vater seinen Sohn noch einer kleinen Illusion berauben und fragt ihn: „Und was machst du Schlaumeier, wenn dein Geld nicht reicht?“ Kurze und präzise Antwort: „Dann frage ich eben Mama.“
Nachdem die ultimative Frage geklärt ist, ob der Sohn seine Ersparnisse selber zählen möchte, oder ob der Vater ihm dabei behilflich sein darf, ist es an der Zeit für eine Runde Eis. Der Vater nimmt Multivitamin, der Sohn entscheidet sich für ein darthvaderisiertes Produkt.
Fünf Minuten später wäscht sich der Sohn die Hände im Badezimmer. Der Vater hört ihn vom Wohnzimmer aus singen. Der Text des Liedchens kommt ihm bekannt vor: „Wenn´s um Geld geht, Sparkasse.“
Fazit: Wer bereits Ähnliches erlebt hat, wird verstehen, warum Mann auch schon mal mittags zum Glas greift. Und was bietet sich da mehr an, als ein frischer, leicht moussierender und gut gekühlter Einzellagen-Vinho Verde von der Quinta Da Aveleda aus Portugal? Das Geld (für den Erwerb einer Flasche) liegt ja auf der Straße – man muss sich nur danach bücken.
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Der Autor lebt mit Frau und Kind in einem verschlafenen Städtchen im Süden Niedersachsens. Wenn er nicht gerade für die Taschengelder anderer Leute spart, arbeitet er als freiberuflicher Autor für die Jazz-Redaktion von NDR Info.
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Vorschau:
Nächste Woche schreibt Philipp Furtwängler über den Wein "Chateau Carbonnieux".
Seien Sie gespannt! |
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