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Flip-Flops und Nachhaltigkeit
von Philipp Furtwängler, Teil 2
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Dass der Barca Velha nur in besonders guten Jahrgängen – so etwa 1965, 1978 oder 1985 – abgefüllt wird, versteht sich von selbst. Auf die etwas schlechteren Jahrgänge muss deshalb aber noch lange nicht verzichtet werden: denn die erscheinen regelmäßig unter dem Zweitetikett Ferreirinha Reserva Especial. Und das ist gut so. Denn der Barca Velha, der – nicht zuletzt aufgrund seiner geographischen Herkunft in der Nähe der spanischen Grenze im Douro-Tal – oft mit dem sehr viel bekannteren Vega Sicilia verglichen wird, kann es nicht nur in Sachen seidiger Struktur mit dem Spanier aufnehmen, sondern zeigt durch seinen längeren Aufenthalt im Holzfass sogar oft mehr Finesse.
Ganze zehn Jahre dauert es manchmal, bis sich Fernando de Almeida darüber klar geworden ist, ob er einen Jahrgang als Barca Velha freigibt oder nicht. Ist der Wein jedoch etwas weicher und fruchtiger, kann man sicher sein, dass es sich um einen Reserva Especial handelt. Denn der Barca Velha kommt etwas kraftvoller daher, verbindet Nachhaltigkeit mit einem kräftigen Bukett.
Fazit: mag der Wind am Guincho auch noch so pfeifen – den betörenden Duft eines Barca Velha vermag auch der Atlantik nicht zu verwehen.
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Der Autor lebt mit Frau und Kind in einem verschlafenen Städtchen im Süden Niedersachsens. Wenn er nicht gerade an seiner Kolumne feilt oder seinen 35. Geburtstag feiert, arbeitet er unter anderem als freiberuflicher Autor für die Jazz-Redaktion von NDR Info.
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Vorschau:
Nächste Woche schreibt Philipp Furtwängler über den Wein "Ravenswood Sonoma County Zinfandel".
Seien Sie gespannt! |
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