|
Das Glück liegt in der Wiege
von Philipp Furtwängler, Teil 2
|
 |
|
Einer der größten Bewunderer der Rieslinge von Schloss Johannisberg war der Dichter Heinrich Heine, der sich einmal wie folgt über den Johannisberg äußerte: „Mon dieu, wenn ich doch soviel Glauben in mir hätte, dass ich Berge versetzen könnte, der Johannisberg wäre just derjenige Berg, den ich mir überall nachkommen ließe.“
Was die Nachkommen der Fürst von Metternich-Winneburgschen Domäne anbelangt, haben diese es bis zum heutigen Tag verstanden, das Optimum aus ihrem 35 ha großen Gut herauszuholen. Die Voraussetzungen dafür könnten nicht besser sein. Denn mitten durch die Einzelllage „Schloss Johannisberg“ verläuft der 50. Breitengrad, der allgemein als die nördlichste Grenze für den Weinbau gilt. Bestimmt durch das milde Klima gedeihen auf dem Johannisberg neben spätreifenden Rieslingen sogar Feigen, Mandeln, Zitronen und Edelkastanien. Und das auch noch auf einem Untergrund aus Taunusquarzit mit einer Lehm-Lösauflage.
Langlebigkeit, Fülle und Festigkeit zeichnen daher auch noch 200 Jahre alte Rieslinge aus den besten Lagen von Schloss Johannisberg aus. Davon kann man sich vor Ort überzeugen – und sei es im Rahmen des Rheingau-Musik-Festivals, der saisonalen Weinmärkte oder an einem der kulinarischen Weinabende in der Schloss-Schänke.
Fazit: Besser sanft Mut entfaltend, als schnell im Biss.
|
Der Autor lebt mit Frau und Kind in einem verschlafenen Städtchen im Süden Niedersachsens. Wenn er nicht gerade nach der eierlegenden Woll-Milch-Sau fahndet, arbeitet er als freiberuflicher Autor für die Jazz-Redaktion von NDR Info.
|
 |
Vorschau:
Nächste Woche schreibt Philipp Furtwängler über den Wein "Vinho Verde von der Quinta Da Aveleda ".
Seien Sie gespannt! |
|
|
|