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Opulenz und Genugtuung von Philipp Furtwängler, Teil 2




Gepriesen sei der Gastwirt, der in einem solchen Fall einen Barolo von Bruno Giacosa im Keller liegen hat. Denn die Weine Giacosas sind berühmt in aller Welt für ihre Reichhaltigkeit, Macht und Fülle. Sie leben vom Tannin, verbreiten teerig-modrigen Duft und erdig-fruchtiges Aroma. Und sie vermögen Bitternis in Süße zu verwandeln.

Nicht minder berühmt als seine Weine, ist der Mann, vor dem jeder echte Weinfreund in die Knie geht:


Bruno Giacosa. Dessen gute Reputation basiert auf zahlreichen Umständen – nicht zuletzt jedoch auf der Tatsache, dass er in ihrem Charakter einmalige Barolo und Barbaresco von sorgfältig ausgewählten Spitzenlagen produziert, die in dieser Qualität kein anderer Winzer oder Weinmacher zustande bringt. Besonders begehrt sind daher seine großen Riserve mit dem platinfarbenem Etikett.

Als „stets etwas phlegmatisch wirkend, sparsam mit Worten, arm an Gesten, bescheiden im grauen Kittel des Kellermeisters auftretend, aber unbeirrbar, was den richtigen Weg angeht, um Barolo zu erzeugen“ wurde er daher zutreffend von Jens Priewe beschrieben. Und seine Weine? Die beweisen auch im Alter ihre herausragende Stellung. Kaum gezehrt und ohne jede Spur von Oxidation, präsentieren sie sich – korrekte Lagerung vorausgesetzt – mit Tannin, das frisch und mürbe zugleich ist.


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