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Pfauenräder und possierliche Posen
von Philipp Furtwängler, Teil 2
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Als einer der zuverlässigsten Erzeuger Griechenlands keltert Boutari seinen Spitzenrotwein, den Grande Reserve, ausschließlich aus den besten Xynomavro-Trauben, die in den firmeneigenen Weinbergen in Naoussa wachsen. Der zeigt denn auch deutlich mehr Säure, Tannin und eine überaus reiche, würzige Frucht, als sein kleiner Bruder, der einfache Naoussa aus dem Hause Boutari. Und wie seine erheblich teureren Kollegen aus dem Burgund, verbessert sich auch der Grande Reserve in der Flasche noch mindestens 15 Jahre lang.
Damit der zweijährige Holzfass-Ausbau in französischer Limousin-Eiche diese Wirkung entfalten kann, sollte man den Grande Reserve von Boutari allerdings nicht beim Händler an der Ecke in der Altstadt von Heraklion kaufen. Denn da wartet er meist schon seit einigen Jahren – hilflos der unbarmherzigen Sonne ausgesetzt – auf all diejenigen Touristen, die keinen Restina trinken. Besser stehen die Chancen da schon im Supermarkt.
Wer sich aber erst einmal in einen griechischen Supermarkt verirrt hat, der kann sich gleich noch ein paar Gläser Honig, diverse Olivenöle bester Herkunft, herrliche Pistazien und getrocknete Bergkräuter leisten. Denn alles zusammen kostet immer noch weniger, als ein vernünftiger Burgunder. Und wer noch mehr Glück hat, der findet den Grande Reserve von Boutari sogar im heimischen Supermarkt. Nur mit dem Rest wird es dann etwas kompliziert. Dafür spart man sich das Chaos am Gepäckband im Flughafen.
Fazit: mutet die Pose auch noch so possierlich an – sie ist doch nur Teil des Ganzen.
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Der Autor lebt mit Frau und Kind in einem verschlafenen Städtchen im Süden Niedersachsens. Wenn er nicht gerade auf der A7 im Stau steht, arbeitet er als freiberuflicher Autor für die Jazz-Redaktion von NDR Info.
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Vorschau:
Nächste Woche schreibt Philipp Furtwängler über den Wein "Pommard Grand Clos des Epenots".
Seien Sie gespannt! |
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