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Sättigungseffekt und stabile Seiten-Lagerung
von Philipp Furtwängler, Teil 2
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Als „loyeaux und marchands“ wurden die Weine von Pommard immer wieder abgestempelt. Dabei handelt es sich häufig um Weine, die nicht nur durch Kraft zu überzeugen wissen, sondern auch durch Charakter. Dass eine gewisse Solidität hierfür notwendig ist, kann natürlich auch negativ ausgelegt werden. Wer jedoch schon einmal einen 30 Jahre alten Pommard der Domaine de Madame Bernard de Courcel getrunken hat, wird auch von den süßlichen Noten des Premier Crus schwärmen oder gar einen Hauch von Pflaume goutieren.
Zwar gelten die Weine aus Les Epenots am Rand von Beaune als etwas zugänglicher, als ihre teureren Verwandten aus Les Rugiens. Dafür hat man es hier noch mit Winzern zu tun, die weniger gesättigt wirken – nicht zuletzt aufgrund ihrer etwas freundlicheren Preispolitik. Und wo gibt es das noch (außerhalb von Japan): die Loyalität dem Kunden gegenüber?
Während jedoch so mancher Village-Wein von Pommard eher an einen Pitbull-Besitzer aus dem Wedding erinnert, vereint der Premier Cru Grand Clos des „Epenots“ der Domaine de Madame Bernard de Courcel die Tugenden eines Heroen aus der griechischen Mythologie. Als da wären: Kraft des Geistes und des Körpers. Dass man dafür immer noch mehr Scheine auf den Tresen legen muss, als für die etwas primitivere Konkurrenz, versteht sich von selbst.
Fazit: wie Karl sich bettet, so lagerfelderd er.
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Der Autor lebt mit Frau und Kind in einem verschlafenen Städtchen im Süden Niedersachsens. Wenn er nicht gerade Herz-Rhythmus-Störungen bekommt angesichts des bevorstehenden Temperaturanstiegs, arbeitet er als freiberuflicher Autor für die Jazz-Redaktion von NDR Info.
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Vorschau:
Nächste Woche schreibt Philipp Furtwängler über den Wein "Riesling Spätlese Schloss Johannisberger Rheingau".
Seien Sie gespannt! |
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