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Wissensdurst und Jugend-Stil von Philipp Furtwängler, Teil 2


Dank der mäßigenden Einflüsse zweier großer Meere – des Atlantischen und des Indischen Ozeans – und einzigartiger Bodenstrukturen gedeihen in Stellenbosch Weine, die weder von Frost noch von Hagel bedroht werden. Und wenn es doch mal regnen sollte, dann fast nie im Herbst. Garantie für einen wirklich guten Wein ist aber auch das noch lange nicht.

Ausgestattet mit einem nicht zu unterschätzenden Alterungspotential und bei Weitem nicht so alkoholreich wie die meisten seiner Konkurrenten, sollte ein Meerlust Rubicon in aller Regel zumindest sieben Jahre lang verschont werden, bevor er aus dem heimischen Kellergewölbe in die Küche befördert wird. Spätestens dann jedoch offenbart er sein ganzes Potential. Nicht nur, aber auch weil er zwei Jahre im Holzfass ausgebaut wurde.

Fazit: auch ein Meerlust Rubicon, der noch im Kommen ist, überzeugt bereits in seiner Jugend durch Stil.



Der Autor lebt mit Frau und Kind in einem verschlafenen Städtchen im Süden Niedersachsens. Wenn er sich nicht gerade darüber amüsiert, welchen Popanz einige Italiener auf der Gambero-Rosso-Verkostung mit ihrem Wein veranstalten ohne diesen vorher dekantiert zu haben, arbeitet er unter anderem als freiberuflicher Autor für die Jazz-Redaktion von NDR Info.

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Vorschau:

Nächste Woche schreibt Philipp Furtwängler über
den Wein "Barca Velha".

Seien Sie gespannt!


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